Bereits um die Jahreswende 1854/55 verließen die ersten enttäuschten Bergleute das Ramsbeck Revier wieder. Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens kamen auf, die von de Sassenay jedoch mit einem gefälschten Geschäftsbericht mit rd 1,1 Mio. Franc Gewinn zunächst Anfang März 1855 noch zerstreut werden konnten. Am 29.03.1855 schon war jedoch alles aus: Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft, ein Grundkapital von 10. Mio Mark war verwirtschaftet.
Nun begann wieder eine Wanderung von Bergleuten, jedoch aus dem Ramsbecker Revier hinaus. Im Zeitpunkt des Konkurses waren bereits 400 Familien wieder unterwegs auf der Suche nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten, die meisten ohne Geld und Lebensversorgung. Bis Ende 1855 hatten 800 Familien Ramsbeck verlassen. Viele fanden Arbeit im Saarland, im Siegerland und an der Ruhr, einige versuchten ihr Glück in Spanien, Amerika oder Schweden. Diejenigen Bergleute, die in den Harz zurückkehrten traf es besonders hart, denn ihnen wurde eine Wiederaufnahme in die Harzer Knappschaft verwehrt.
Der neue Verwaltungsrat unter seinem Generaldirektor Wilhelm von der Heydt, der im Juni 1855 seine Arbeit aufnahm, stand finanziell vor dem Nichts. Deshalb ging er zunächst daran, die Ausgaben radikal zu senken. Das Verwaltungspersonal, immerhin 183 Beschäftigte, wurde rigoros reduziert, Vergünstigungen, wie das Benefizbrot nach Harzer Vorbild, wurden gestrichen, Bauprojekte eingestellt, so auch der Bau der Ostwiger Hütte, der bis dato rd. 900.000 Taler gekostet hatte.
Den verbliebenen Bergleuten wurden höhere Leistungen bei gleichem Lohn abverlangt; wer keine volle Leistung brachte wurde entlassen. Viele Bergleute und ihre Familien gerieten in Not, mussten sogar, um nicht zu hungern, Kleidung verkaufen. Es kam zu Unruhen. Schließlich kehrten immer mehr Bergleute mit ihren Familien dem Sauerland den Rücken mit der Folge, dass ganze Ortschaften entvölkert wurden. Ende 1856 waren nur noch rd. 900 Bergleute in Brot und Arbeit.
Der neue Verwaltungsrat genoss das Vetrauen wichtiger Finanziers. Deshalb gelang es auch, durch die Herausgabe von Vorzugsaktien in Höhe von 12 Mio Mark, dem Unternehmen eine neue wirtschaftliche Basis zu geben. Eine weitere wichtige Maßnahme war die Zusammenfassung des Bergwerkeigentums zu zwei Gewerken und zwar den Bergwerken "Vereinigter Bastenberg und Dörnberg" sowie "Vereinigter Rieser Zug" im Jahr 1859. Nachdem 1867 weitere Flächen hinzu kamen, erstreckte sich die Ausdehnung der beiden Bergwerke auf ein Areal von 16 x 8,5 km, in dem sich als Enklaven der Gewerkschaft Stadtberger Hütte die Gruben Juno, Luna und Gottesgabe befanden.
Somit war das Gröbste geschafft, der drohende Untergang des Ramsbecker Bergbaus abgewendet. Doch die weitere Entwicklung des Bergbaus in Ramsbeck verlief nicht gradlinig, sondern war gekennzeichnet von einem Auf und Ab in schwierigen Zeiten.