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Geschichte des bergbaus in Ramsbeck

Vom (vorläufigen) Ende und einer neuen Attraktion

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ruhte der Betrieb in Ramsbeck bis zum Jahr 1946. Um nach Wiederaufnahme des Betriebes die Rentabilität zu verbessern, wurden weitere Modernisierungsmaßnahmen durch die Stollberger Zink AG durchgeführt.

Schrapper  Schrapper

Hierzu gehörte der Einsatz von Schrappern (oben)im Jahr 1947 und von pressluftgetrieben Lademaschienen ab 1948.

Trommelfördermaschine1953 wurden am Stollenmundloch des Eickhoffstollens neue Gebäude errichtet, in denen sich die Kaue, die Verwaltung und die Energieanlagen befanden. Dieser Gebäudekomplex beheimatet heute das Bergbaumuseum. In den Jahren 1960 bis 1962 wurde im Berg die seinerzeit größte Doppeltrommelfördermaschiene (links) der Welt, die je untertage eingebaut wurde, für den Blindschacht 1 errichtet. Das gewonnene Material wurde auf einem Förderband, welches eine duchgehende Länge von 1.320 Meter hatte, von der Kippstation bis zur Aufbereitung befördert.

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1971/72 erfolgte nochmals eine grundlegende Modernisierung. Es wurden jetzt dieselgetriebene Schaufellader (links) und Bohrwagen eingesetzt, die wesentlich höhere Leistung erbrachten, als die zuvor eingesetzten gleisgebundenen Fahrzeuge. Allein durch den Einsatz dieser Techniken war es möglich, den Metallgehalt von 4,507% auf 5,607% zu steigern. Die Grube in Ramsbeck lag in dieser Zeit mit 10 t je Mann und Schicht an der Spitze aller Metallerzgruben in Deutschland.

Doch trotz aller Anstrengungen kam am 31.01.1974 das vorläufige Aus für den Ramsbecker Bergbau. Fallende Rohstoffpreise und ein Überangebot ließen einen wirtschaftlichen Betrieb nicht weiter zu. Bis zur vorläufigen Stilllegung wurden in Ramsbeck 13,5 Mio Tonnen Roherz gefördert. Dies ergab 1,5 Mio. Tonnen Blei/Zinkkonzentrat aus dem schließlich 800.000 Tonnen Metall gewonnen wurde. Und noch immer lagern 1 Mio Tonnen Metall im Ramsbecker Revier, jedoch ist deren Konzentration so gering, sodass sich ein Abbau derzeit nicht lohnt. Ob die Ramsbecker Grube jemals wieder aus ihrem Ruheschlaf erweckt werden wird, vermag derzeit niemand abzuschätzen, dürfte aber angesicht der ausländischen Konkurenz eher unwahrscheinlich sein.

Die Schließung der Grube stellte die seinerzeit noch eigenständige Gemeinde Ramsbeck vor erhebliche wirtschaftliche Probleme. Der Wegfall von rd. 450 Arbeitsplätzen war für ein Dorf mit 3.500 Einwohnern ein herber Schlag. Mit großer finanzieller Hilfe des Bundes und des Landes NRW erfolgte die Umwandlung von einem Bergarbeiterdorf in einen Ferien- und Erholungsort. Im Zuge dieser Umgestaltung wurde im ehemaligen Kauengebäude das Bergbaumuseum und das Besucherbergwerk als neue Attraktion eingerichtet. Hier erhält der Besucher einen Einblick in die Geschichte des Bergbaus und in einer 1-Std. Grubenfahrt kann er sich selbst ein Bild über die Arbeit vor Ort machen.