Von Venetern und ihrem Stollen |
Rund 200 Meter oberhalb des Ortes Ramsbeck am nördlichen Hang des Bastenbergs befindet sich der Eingang zum Venetianerstollen. Dieser Stollen ist
der Sage nach von den Venetianern in den Berg getrieben worden, nachdem
sie die Schätze der Zwerge geraubt hatten und selbst noch weitere Schätze
zutage fördern wollten.
Venetianer aus Venedig waren es sicherlich nicht, die diesen Stollen begraben haben. Jedoch müssen es schon sehr kleine Leute gewesen sein, denn dieser Stollen hat einen sehr geringen Querschnitt, der in seinem ältesten Bauabschnit zum Teil nur 60 bis 50 cm beträgt. |
Denn dieser weist die gleichen Maße aus, wie sie die bronzezeitlichen Stollen bei Hallstadt und Mittenberg aufweisen, deren Entstehung auf die Zeit von 1.500 vor Christus nachgewiesen wurde. Erstellt wurden die vorgenannten Stollen von den Venetern, bei denen es sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen um kleine, zwergenhafte Menschen aus den Ostalpen gehandelt hatte. Die übereinstimmende Art des Baues der Stollen in Ramsbeck und Hallstadt/Mittenberg lässt nach Professor Quiring somit auch den Schluss zu, daß auch der älteste Ramsbecker Stollen von Vertretern dieses Volkes angelegt wurde. Dies wäre auch eine Erklärung für den Name des Stollens, |
der sich somit nicht von den Venetianern sondern von den Venetern ableiten lässt. Der Stollen ist für die Öffentlichkeit nicht begehbar. Wenn Sie jedoch
eine kleine Wanderung zum mit einem Eisentor gesicherten Stollenmundloch
machen möchten, orientieren sich an der folgenden Karte. |
| Verlassen wir nun die graue Vorzeit und wenden uns der Zeit zu, in der nach gesicherten Erkenntnissen der Ramsbecker Bergbau existierte, einer Zeit, in der "Von Kurfürsten und ihre Taler" die Rede ist. |