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Von Zwergen und Wichten

In allen Gebieten, in denen der Bergbau betrieben wird, gibt es Sagen und Märchen über dessen Anfänge. So auch im Ramsbeck. Und wie in vielen Sagen spielen hier zunächst Zwerge die Hauptrolle.
 

Zwerge, die ersten Bergleute in RamsbeckIn der Gegend um Ramsbeck herum erzählt man sich folgende Sage:
Einst lebten Zwerge im Bastenberg. Sie gruben dort nach Gold und Silber und versteckten ihre Schätze in unterirdischen Höhlen. Lange Zeit gelang es ihnen, das Geheimnis ihrer Schätze zu wahren. Trotz aller Vorsicht drang jedoch die Kunde vom großen Reichtum der Ramsbecker Zwerge über die Alpen. Und selbst in Venedig wurde ihr Reichtum bekannt. Von dort machten sich deshalb Venetianer auf den Weg, diese Schätze zu rauben. In Ramsbeck angekommen fand ein fürchterlicher Kampf zwischen den Eindringlingen und den Zwergen statt. Trotz größtem Heldenmut unterlagen die kleinen Wichte. Die Sieger erschlugen den Zwergenkönig und sein Volk und raubten deren Schätze. Der Zwergenkönig wurde auf dem Bassmerskopp bei Berlar begraben und seitdem kommen die Geister der Zwerge jede Nacht zur Geisterstunde, um sich am Grab ihres Königs zu versammeln.

 

 

Venetianerstollen, 28 KBDen Venetianern in ihrer Gier aber reichten die Schätze der Zwerge nicht. Deshalb begannen sie selber im Bastenberg nach Gold und Silber zu graben. Hierzu trieben sie den Venetianerstollen in den Bastenberg. Den Eingang dieses Stollen kann man noch heute rund 200 Meter über dem Ortskern besichtigen. Ein Befahren des Stollens ist nicht möglich.

Mehr zu Zwergen in ihren Irrgärten

 

 
Ob an dieser Sage vielleicht doch etwas dran ist, erfahren Sie auf der Seite "Von Venetern und ihrem Stollen