Die Ramsbecker Mühle wurde wahrscheinlich zur Wende des 17. Jahrhunderts gebaut.
Dies läßt sich aus einem Antrag auf Eintragung von Wasserrechten folgern.
Der hölzerne Innenausbau erfolgte 1810, der Mahlstand stammt aus den 60er Jahren des
vorigen Jahrhunderts.
Die Ramsbecker Mühle besitzt als einzige noch erhaltene Mühle in Nordrhein-Westfalen
drei Mühlräder und eine mittelalterliche Technik. Jedes Mahlwerk wurde von einem
Mühlrad angetrieben.Transmissionen oder andere Getriebe kannte man ursprünglich
nicht.
Schon zu Beginn dieses Jahrhunderts nutzte der Großvater des jetzigen Eigentümers ein Wasserrad zur Stromerzeugung. Er verkaufte den Strom für 0,10 RM an die umliegenden Bauernhöfe. Nach Anschluß der Gemeinde Ramsbeck an die Stromversorgung der VEW stellt er die Stromerzeugung wieder ein und erweiterte die Mühle um eine Lohndrescherei. Über eine Transmission wurde im Nachbargebäude eine Dreschmaschine angetrieben.
Bis in die 50er Jahre wurde die Mühle auf diese Weise genutzt bis die Einführung der Mähdrescher sowie eine Überkapazität in der Mehlproduktion eine weitere Nutzung unrentabel machten. Der Betrieb wurde geschlossen; die Mühlräder verfielen.
Aber schon 1979 ließ Fritz Gordes sen. ein neuen Mühlrad bauen um mit neuem Getriebe und Generator Strom für den Eigenverbrauch zu produzieren. In den letzten Jahren wurde die Mühle nach und nach weiter restauriert. Dies ist nicht zuletzt der rührigen Arbeit einen Mühlenfördervereins zu verdanken.
Sie finden die Mühle wenn Sie bis zur Tankstelle mitten im Ort fahren. Biegen Sie dort von der Hauptstraße ab, überqueren Sie die Valmebrücke und fahren sofort wieder recht. Direkt hinter der Einmündung auf der linken Seite der Nebenstraße liegt die Mühle.
Weitere Informationen: Engelbert Prein, Ortsheimatpfleger, Tel.: 02905-370